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23. April 2016

Dieser Blog wird nicht mehr weitergeführt. Meine geografische Entfernung zu Sachsen ist zu groß, um weiterhin gründliche Recherchen durchzuführen. Auch hatte ich mir mehr Feedback von anderen Sammlern erhofft. An dieser Stelle ein Dankeschön an Klaus Schiefer. Ich habe nun  aufgeräumt und die am meisten aufgerufenen Beiträge bleiben hier online, da einige Seiten, u. a. Wikipedia, auf den Blog verlinkt haben.

Ich freue mich hier auf Ihren Besuch:

HP

Der Erzgebirgische Steinkohlen-Actien-Verein (ESTAV) in Zwickau

 

Gründeraktie, Freiberg und Leipzig, am 31. März 1846

Gründeraktie, Freiberg und Leipzig, am 31. März 1846

Die Gründeraktie wurde von Breitkopf & Härtel aus Leipzig gedruckt. Breitkopf & Härtel gilt als der älteste Musikverlag der Welt, gegründet 1719. Der Druck eines Wertpapieres war da wohl eher ein Nebenprodukt, allerdings von feinster Qualität im Biedermeierstil.

Detail der Rückseite der Ausgabe von 1846

Detail der Rückseite der Ausgabe von 1846

Die zweite Ausgabe vom 1. Juni 1885 zeigt zwei Besonderheiten in den unteren medaillonartigen Eckpunkten der Blattgirlande:

Detail der Ausgabe von 1885

Detail der Ausgabe von 1885, bitte vergrößern

Links ist jetzt die Druckerei Breitkopf & Härtel eingefügt, während sich rechts die Kunstanstalt verewigt hat. Die Buchstaben X. A. v. E. Kretzschmar weisen auf die Xylographische Anstalt von Eduard Kretzschmar hin. Eduard Kretzschmar (1806-1858) wurde berühmt durch seine Holzschnitte.

Die Ausgabe vom 12. Juli 1913 wurde von der Druckanstalt Förster & Borries aus Zwickau hergestellt, ebenso die Papiere von 1932 (anderes Druckbild).

detail 1913

bitte vergrößern

Ausg.-Ort

Ausg.-Datum

Nennwert

Auflage

BARoV

Freiberg u. Leipzig

31.03.1846

100 Th.

2400

Schedewitz

01.06.1885

1000 M

2400

2000

Schedewitz bei Zwickau

14.12.1888

100 Th.

17-IV

Schedewitz

12.07.1913

1000 M

1200

1000

Zwickau

10.12.1926

100 Th.

1-III/IV

Zwickau

17.09.1932

1000 RM

2280

950

 

Das Gründungsprospekt des Unternehmens ist datiert auf den 3. Februar 1840 und trägt die Unterschriften von Karl Amandus Kühn, August Breithaupt und Karl und Gustav Harkort. Das Gründungskapital beträgt 2400 Aktien zu je 100 Thaler. Damit beginnt eine Unternehmensgeschichte, die über Gesellschaftsordnungen jeder Art bis zum Februar 1998 reicht. Die ESTEG mbH wird aus dem Handelsregister gelöscht.

Literatur zur Unternehmensgeschichte:

Erzgebirgischer Steinkohlen-Aktienverein in Zwickau, 1924

Vom Bergbau- und Kokereistandort zum Glück-Auf-Center Zwickau, 2009, ISBN 978-3-9812185-6-5

Franz Ströher aus Oberwiesenthal

Autor dieses ausgezeichnet recherchierten Buches ist der Ortschronist von Rothenkirchen, Günter Bäuerle. Es erschien 2011.

Autor dieses ausgezeichnet recherchierten Buches ist der Ortschronist von Rothenkirchen, Günter Bäuerle. Es erschien 2012.

Meldung im manager magazin vom 26. Mai 2015: Henkel liegt im Rennen um P & G – Tochter vorne
Gemeint ist damit der Haarpflegespezialist WELLA. Zeit, sich mit den Wurzeln des Konzerns zu befassen. Diese befinden sich in Oberwiesenthal, 1880 ein weltabgeschiedener Ort am Kamm der Erzgebirges, und vor allen Dingen in Rothenkirchen im Vogtland. Hier wurde am 1. Juli 1880 beim Amtsgericht Auerbach die Firma Franz Ströher-Rothenkirchen, Herstellung und Vertrieb von Haartüll eingetragen.

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Journalistenpreis 2015

journalistenpreis
Mit großer Freude und echter Überraschung erhielt ich die Nachricht, das eine Jury entschieden hatte, mir den Journalistenpreis 2015 für den Blog „Historisches aus Sachsen“ zu verleihen. Mein Dank gilt allen Besuchern des Blogs und den Sponsoren des Journalistenpreises. Natürlich bin ich weiterhin auf der Suche nach interessanten Details aus der sächsischen Wirtschaftsgeschichte. Leider wohne ich schon lange nicht mehr in Sachsen, womit die Recherche an Ort und Stelle entfällt. Als sehr vorteilhaft empfinde ich deshalb die sehr freundlichen Kontakte zu einigen sächsischen Museen und Heimatvereinen. Nur Wertpapiersammler aus Sachsen konnte ich noch nicht ausmachen. Aber das kann sich ja ändern. Interessant ist vielleicht noch, wie ich überhaupt zum Sammler wurde. Beruflich hatte ich in den 1990er Jahren Kontakt mit Frau Kron, die zeitweise im Seminarzentrum des Deutschen Lloyd in Bernried am Starnberger See als Referendin tätig war. Sie erzählte mir von Historischen Wertpapieren, dem Hobby ihres Mannes. So war mein erstes Stück eine Walchensee-Anleihe, worüber ich dann auch einen Artikel für den Aktiensammler schrieb.

Werner Thiele, im April 2015